🡠Brönz (2013)

Freilichttheater auf dem Littauerberg zum 25-Jahr-Jubiläum des TLR / Regie: Lutz Kaulitz

Eine der aufwändigsten Produktionen, welche das Theater Littau-Reussbühl jemals umgesetzt hatte. Über Wochen wurde bei Sonne, Wind und Schnee auf dem Littauerberg geprobt, geschraubt, gebastelt und hantiert. Alle Mitglieder sowie weitere freiwillige Helfer waren über Wochen mit dem Aufbau der Aussenkulisse oder der Besorgung authentischer Requisiten und stückgetreuer Kostüme beschäftigt. Auch für unser Gastroteam bedeutete die Lokalität auf dem Littauerberg (Schüür zum Hirschpark) eine neue Herausforderung.

Eine Produktion, die in Erinnerung bleiben wird.

Zum Stück «Brönz»

nach der Erzählung «wie fünf Mädchen jämmerlich im Branntwein umkommen» von Jeremias Gotthelf. Theaterfassung von Ueli Remund, Regie Lutz Kaulitz.

«Brönz» spielt in einem für damalige Verhältnisse durchschnittlichen Bauerndorf im frühen 19. Jahrhundert. Gotthelf selbst mischt sich zwischendurch ins Spiel ein oder tritt als Erzähler auf.

Die Zeiten sind hart, die Leute auf dem Lande sehr arm. Schnapsbrennereien schiessen wie Pilze aus dem Boden, denn «Brönz» ist erstens billiger als Wein und hilft zweitens, die Lasten des Alltags zu vergessen. Selbst Kleinkindern gibt man zur Beruhigung oder um Hunger und Schmerzen zu stillen, bereits vom gefährlichen «gebrannten Wasser».

Das ist die Geschichte eines der fünf Mädchen. Durch den frühen Tod ihrer Mutter in jungen Jahren, muss Lisi auf Wunsch des Vaters, als Meisterbäuerin plötzlich für Haus, Herd und Mägde die gesamte Verantwortung übernehmen. Dieser grossen Aufgabe ist Lisi jedoch nicht gewachsen und allseits überfordert. Sie greift immer öfter zur Flasche mit dem billigen «Brönz» und gerät in ihrer Unerfahrenheit und Naivität auf den «falschen Weg».

Der Vater selber geht weiterhin seinen Geschäften und Ämtern ausser Haus nach und übergibt das Zepter auf dem Hof während seiner Abwesenheit seinem Meisterknecht.

Lisi entdeckt nebst dem «Brönz» auch die Männer, verfällt ihnen und ist ihren guten Ruf bald mal los. Sie heiratet nach diversen flüchtigen Beziehungen einen Geschäftsmann aus der Stadt, mit dem sie danach zwei Kinder hat und zieht fortan ins benachbarte Stöckli.

Die Geschickte nimmt ihren Lauf und das Unheil bahnt sich seinen Weg. In einer stürmischen Gewitternacht schlägt der Blitz ins Stöckli ein und steckt dieses in Brand.

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